Потребителски вход

Запомни ме | Регистрация
Постинг
30.01 14:53 - Die Kultur des Freien Koerpers im Staat „der deutschen Arbeiter und Bauer“ nach 1956
Автор: iliaganchev Категория: Туризъм   
Прочетен: 478 Коментари: 0 Гласове:
0

Последна промяна: 30.01 15:07

Постингът е бил сред най-популярни в категория в Blog.bg

Die Kultur des Freien Koerpers im Staat „der deutschen Arbeiter und Bauer“ nach 1956

(Information fuer Leute mit Bildungsluecke zu dieser Frage, zur Verfuegung von Dr. Ilia Ganchev gestellt)

* Dr.-Ing. Ilia Ganchev (Doktorand an der Schiffbaufakultaet der Universitaet Rostock 1969-1973 (magna cum laude) unter der wissenschftlichen Betreung vom Prof. Dr. Dr. Honoris Causa Rudolf Postl, einer der drei Konstrukteure der ersten in der Welt Tragfluegelboote, 1936, fuer die Wehrmacht)

            Ich persoenlich war jedes Wochenende im Sommer am FKK Markgrafenheide oder am FKK in Graal-Mьritz – mit den Kollegen und den Freunden ...

Zu Beginn der 50er-Jahre badete an den Ostseestraenden besonders die intellektuelle Elite nackt. Autoren, Kьnstler, Filmemacher und auch Politiker trafen sich in der Kuenstlerkolonie Ahrenshoop. Als die Sommerurlauber 1954 in ihr elitaeres Ferienparadies am Ostseestrand kamen, staunten sie ueber die Bekanntmachung, dass ab sofort das Nacktbaden an der gesamten Ostseekueste untersagt sei. Es folgte ein Sturm der Entruestung, die geistige Elite traktierte die Staatsfuehrung mit Eingaben und Protestschreiben. Auch Politiker schlossen sich an. So gab die DDR-Obrigkeit schnell nach - in der Kuenstlerkolonie blieb FKK geduldet.

Nackte DDR-Urlauber fahren beim traditionellen Dixi-Treffen in einem offenen Auto am Strand von Prerow entlang. Auf dem Campingplatz in Prerow wurde nicht nur nackt gebadet.

Weniger tolerant war das Regime gegenueber den werktaetigen Nacktbadenden. Am Strand von Prerow auf dem Darss, an dem sich schon zu dieser Zeit der legendaere FKK-Campingplatz befand, wurde das FKK-Verbot durchgesetzt. Doch auch hier hielt das Verbot nur zwei Jahre.

Nach Protesten von Buergern und Intellektuellen musste die DDR-Obrigkeit 1956 zurueckrudern. Nun galt die neue

"Anordnung zur Regelung des Freibadwesens", nach der huellenloses Baden an gekennzeichneten Straenden erlaubt war.

Massenphoenomen FKK

            Nachdem der Freikoerperkultur von offizieller Seite nun nichts mehr im Weg stand, breitete sie sich schnell in der DDR aus. Ob es daran lag, dass die DDR-Buerger sich so ein Stueck Freiheit im Privaten zurueckeroberten, oder ob es schlicht zu wenig modische Badekleidung gab, darueber gehen die Interpretationen auseinander.

Fest steht: Urlaub am FKK-Strand war spaetestens ab den Siebzigern ein Massenphoenomen in der DDR.

Huellenloses Badevergnuegen fьr Gross und Klein gehoerte an DDR-Straenden dazu.

            Aerger um die angemessene Menge Stoff am Strand gab es erst wieder nach der Wende 1989:

Als West-Urlauber in grosser Zahl die ostdeutschen Straende erkundeten, wunderten sie sich ueber die vielen Nackten. Zwar gab es auch in Westdeutschland eine grosse FKK-Bewegung, doch die Nackbadenden blieben an den ausdruecklich gekennzeichneten Badestraenden - meist irgendwo hinter dem Hundestrand gelegen - fuer sich oder trafen sich gar auf den Gelaenden von FKK-Vereinen, die den neugierigen Blicken der Oeffentlichkeit durch einen Sichtschutz entzogen waren.

            Ein buntes Durcheinander von Nackten und Textilen an den Straenden waren die Wessis nicht gewohnt. Die Lokalzeitungen berichteten vom "Hoeschenkrieg an der Ostsee" und fuer ein paar Sommer waren die Schilder, die beide Strandbereiche voneinander trennten, durchaus ernst gemeint. Inzwischen ist an der mecklenburgischen Kueste wieder ein wenig vom alten Laissez-faire zurueckgekehrt: Wer sich ganz ausziehen moechte, der kann das tun, alle anderen duerfen auch ein modisches Stьck Stoff um die Hueften tragen.

FKK heute: Die Lust am Nacktsein nimmt ab

            Insgesamt ist die Zahl der FKK-Anhдnger jedoch in den letzten Jahren ruecklaeufig, die FKK-Vereine verlieren jedes Jahr Mitglieder. "Naturismus hat nicht mehr den gleichen Stellenwert wie vor einigen Jahrzehnten", stellt auch der Deutsche Verband fuer Freikoerperkultur (DFK) fest. Besonders Juengere zeigen sich nicht gerne nackt. Allerdings liegen die Deutschen im internationalen Vergleich immer noch vorn.

Am beliebtesten ist Nacktbaden uebrigens nach wie vor im Osten. Laut einer repraesentativen Umfrage von 2015 finden 51 Prozent der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern es "vollkommen natuerlich", 17 Prozent baden "grundsaetzlich oder haeufig" nackt.

Kurze Geschichte der FKK-Bewegung

Die Freikoerperkultur entstand in Europa und den USA um 1900 im Zusammenhang mit der Lebensreform-Bewegung. Sie hatte sich zum Ziel gesetzt, die Koerper insbesondere der Menschen in den Staedten von Zwaengen wie steifer Kleidung und Korsett zu befreien und durch gesunde Betaetigung in der freien Natur gesund zu halten.

            Vor allem in Deutschland entstanden zahlreiche Vereine und Gruppen, die entweder politisch links standen und die Gleichheit aller in der Nacktheit propagierten, oder politisch rechte Gruppen, die dem Ideal des wilden (nackten) Germanen huldigten und FKK im Sinne der Volksgesundheit interpretierten.

FKK-Anhaenger trafen sich vorwiegend auf Vereinsgelaenden - auf nicht einsehbaren Privatgelaenden durften sie ihre Kultur ausleben. Der erste offizieller Nackbadestrand entstand 1920 auf Sylt.

            In der NS-Zeit war die FKK-Bewegung bis 1941 einerseits verboten. Andererseits gab es auch voelkische FKK-Vertreter, die insbesondere die nackte Koerperertдchtigung propagierten (bekanntester Vetreter: Hans Suren). Sie fanden in den Unterorganisationen der NS-Partei eine Nische. Ab 1942 war Nacktbaden an ausgewiesenen Straenden erlaubt.

            Nach 1945 gruendeten sich in Westdeutschland erneut zahlreiche FKK-Vereine, die auf vereinseigenem Gelaende nackt badeten, nackt Sport trieben und ihrem Vereinsleben nachgingen. In der DDR gab es kein vergleichbares Vereinswesen, hier war insbesondere das Nacktbaden weit verbreitet.

            Seit 1989 ist die Zahl der FKK-Straende in Ost wie West eher ruecklaeufig. Vor allem aber scheint das FKK-Vereinswesen ueberholt: In den Siebzigerjahren waren noch 150.000 Mitglieder in westdeutschen FKK-Vereinen organisiert, Ende der Neunziger waren es nur noch 60.000 in Gesamtdeutschland. Heute liegt die Zahl bei etwa 45.000.

            Das Interhotel am Ostseestrand war ein extravagantes Unternehmen: Sky Bar, illustre Gaeste aus Ost und West und Devisengeschaefte. Stasi-Spitzel waren immer dabei.

            Nur wenige Menschen koennen sich in den 50ern den Urlaub im Ausland leisten. Camping wird zur heiss geliebten Alternative.

            Mehr – hier: https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/FKK-Kultur-in-der-DDR-Nackt-am-Strand,fkkddr115.html

 




Гласувай:
0
0



Няма коментари
Търсене

За този блог
Автор: iliaganchev
Категория: Политика
Прочетен: 3589125
Постинги: 3466
Коментари: 877
Гласове: 926
Архив
Календар
«  Септември, 2021  
ПВСЧПСН
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930